Herzlichen Glückwunsch!!!

 

Ziel erreicht und WM-Silber geholt

Deutsche Seniorenvolleyballer 60+ konnten bei den Titelkämpfen viele Eindrücke sammeln

Freuten sich über die Silbermedaillen (hinten von links): Betreuer Hans-Peter Richter, Thomas Lubomirsky, Walter Hafner, Heinrich Baumann, Wilfried van Meegen, Peter Gressmann, Wolfgang Sprenger und Hans-Jürgen Wagner. Vorne: Uwe Schlittenhardt, Franz Steiner, Hans-Peter Bahsitta und Betreuer Wolfgang Sterzel. Foto: privat

Bei der World Senior Volleyball Championship, der inoffiziellen Seniorenweltmeisterschaft, sicherte sich das deutsche Team im griechischen Loutraki am Golf von Korinth in der Altersgruppe 60+ den Vizemeistertitel. Die Seniorenvolleyballer der TSG Backnang hatten in dieser Altersgruppe in diesem Jahr die deutsche Meisterschaft gewonnen, der Titelträger stellt traditionell den Grundstock für das deutsche Team. Bei der TSG haben sich Spieler aus Baden-Württemberg zusammengefunden, in diesem Jahr waren auch Spieler aus Ulm und Nürtingen dazugestoßen. Diese Mannschaft wurde dann bei der WM verstärkt durch drei Akteure vom USC Heidelberg, von der TG Neuss und von der VG Elmshorn. Die Betreuung übernahmen die beiden Backnanger Wolfgang Sterzel und Hans-Peter Richter.

Drei Mannschaften hatten sich für die Meisterschaft in der Kategorie 60+ gemeldet: Russland, Schweden und Deutschland. Die russische Mannschaft ging als haushoher Favorit ins Rennen, hatte sie doch in fast gleicher Besetzung die WM im vergangenen Jahr gewonnen. Hingegen waren die Schweden ein unbeschriebenes Blatt, da sie zum ersten Mal teilnahmen. Der Turniermodus sorgte dafür, dass in der Gruppenphase alle Mannschaften in einer Vor- und Rückrunde aufeinandertrafen. Dabei setzte sich das deutsche Team gegen Schweden klar durch, verlor aber gegen das russische Team. Bei dieser Meisterschaft wurde nach den Regeln der World Master Games gespielt. Es waren somit zwölf Spielerwechsel erlaubt, normalerweise sind nur sechs Wechsel zulässig.

Ebenso ungewohnt war der komplizierte Turniermodus. Nach den Gruppenspielen hatten alle drei Mannschaften die Chance aufs Finale. Zunächst wurden die Mannschaften für das Spiel um die Bronzemedaille ermittelt, der Sieger dieser Runde stand im Finale. Russland gewann erwartungsgemäß gegen Deutschland und Schweden sowie Deutschland gegen Schweden. Somit spielte Deutschland gegen Schweden um die Bronzemedaille. In diesem Match zeigte das deutsche Team seine beste Turnierleistung, das Zusammenspiel klappte gut. Druckvolle Aufschläge erschwerten dem schwedischen Team den Spielaufbau, die Absprache in Annahme und Feldabwehr klappte. So setzten die Zuspieler ihre Angreifer gut in Szene. Diese ließen mit ihren harten und platzierten Angriffen dem schwedischen Team wenig Abwehrmöglichkeiten. Mit dem 2:0-Sieg zog das deutsche Team ins Finale gegen Russland ein.

Der Finaltag war mit drei Spielen anstrengend. Dennoch begann das Finale ausgeglichen. Im ersten von drei Gewinnsätzen setzten sich die Russen knapp durch. Doch dann machte sich die hohe Belastung am letzten Tag bemerkbar. Zudem hatte die russische Mannschaft an diesem Tag ein Spiel weniger absolviert. Der zweite und dritte Durchgang gingen verloren. Somit gewann die deutsche Mannschaft bei dieser inoffiziellen Senioren-WM der Altersgruppe 60+ die Silbermedaille, das Ziel war somit erreicht.

Ein bleibendes Erlebnis war das besondere Flair der Meisterschaft durch die große Beteiligung an der Seniorenweltmeisterschaft 45+ und 60+, die gleichzeitig ausgetragen wurden. Die Spiele beider Altersgruppen fanden in den gleichen Hallen statt. 13 verschiedene Länder nahmen teil, darunter Mannschaften aus Brasilien, Kanada, USA, Israel und Norwegen. Bei zwei Empfängen knüpften die Spieler einige Kontakte. „Selten hat man eine so gute Gelegenheit, sich mit Spielern, die hochklassig gespielt haben, zu unterhalten“, sagt Hans-Peter Richter.