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Positive Bilanz aus erstem Heimspiel

SG Volley Neckar Teck 4 : TSG Abtsgmünd 3:0 (26:24, 25:23, 25:15)
SG Volley Neckar Teck 4 : TB Neuffen 0:3 (20:25, 20:25, 14:25)

von Maximilian Klein

Im ersten Heimspiel der Rückrunde durfte sich die SG4 am vergangenen Samstag nicht nur der Mannschaft aus Abtsgmünd sondern auch dem Dauerrivalen Neuffen zum Rückrundenderby stellen. Durch Abwesenheit des Trainers Martin Zimmermann mussten sich Mannschaftskapitän Max Klein und Co-Trainer Derek Steck das Coaching kümmern und konnten am Ende des Tages mit einem 3:0 Sieg gegen Abtsgmünd und einer 0:3 Niederlage gegen Neuffen dennoch eine positive Bilanz ziehen.

Mit leichter Verspätung ging es zuerst gegen die Ostälbler aus Abtsgmünd ans Duell am Netz. Wie ein Formel-1 Wagen startete die SG4 ins Spiel - denn auch der muss erst warm laufen um richtig Leistung zu bringen. So war der erste Satz geprägt von Eigenfehlern der Nürtinger wie klassische Aufschlagsfehler bis hin zu ärgerlichen Aufstellungsfehlern, welche dem Gast aus Abtsgmünd dauerhaft in Führung halten konnten. Beim 12:17 gab es die erste Auszeit und Ansprache von Kapitän und Co-Trainer welche die Nürtinger wieder zurück auf Kurs bringen sollten. Zwar wurde der Abstand auf 3 Zähler verringert doch zum durchstarten wollte es noch nicht reichen. Eine zweite Auszeit kurz vor Satzende sollte den Flow der Gäste stören und gleichzeitig die Stimmung der Mannschaft anheben. Ein vergebener Satzpunkt der Abtsgmünder brachte Mannschaftskapitän Max Klein bei einem Zitterspielstand von 21:24 in den Aufschlag. Um zu beweisen, dass die Auszeitansprachen nicht nur leere Phrasen waren zwang er den Gegner mit 3 direkten Aufschlagpunkten zur ersten Auszeit beim 24:24. Hochmotiviert ging es nach 30 Sekunden zurück aufs Feld und ein guter Blockpunkt gefolgt von einem Rückraumangriff des fünffachen Satzballaufschlägers brachten der SG den ersten Satzgewinn des Samstags. Die Verfolgungsjagd des ersten Satzes sorgte langsam aber sicher dafür, dass die Waagschale mit den Eigenfehlern leichter wurde als die mit der Gesamtmotivation, was dafür sorgte, dass der zweite Satz trotz weiterhin vieler Eigenfehler - die meisten davon im Aufschlag- mit 25:23 zugunsten der SG endete. Im dritten Satz gab es taktische Wechsel um jeden der 11 SG-Mannen warm für das folgende Derbyspiel zu bekommen. Auch die neuen Spieler konnten sich gegen ein wenig Gegenwehr bietendes Abtsgmünd beweisen und das Spiel im letzten Satz mit 25:15 in einen 3:0 Sieg für sich verwandeln.

Es folgte das vermeintlich schwerste Spiel der Rückrunde gegen den mit 10 Mann angereisten Langzeitrivalen aus Neuffen. Die Taktik zum Sieg war so einfach wie genial: mehr Punkte machen als der Gegner! Hierfür wechselte sich Mannschaftskapitän Klein dauerhaft für Diagonalangreifer Tilo Turian aus, welcher mit seiner soliden Blockpräsenz den Neuffener Hauptangreifern das Leben schwer machen sollte. Die Umstellung machte sich gleich zu Beginn bezahlt und die SG lieferte sich mit den Burgherren unter ohrenbetäubender Anfeuerung aus beiden Fanblöcken bis in den zweistelligen Punktebereich ein Kopf-an-Kopf rennen. Leider zogen sich die Aufschlagsfehler wie ein roter Faden durch den kompletten Tag. In den wichtigen Momenten vergaben die Nürtinger zum Teil ihren ersten Aufschlag und zerstörten damit ihren eigenen Spielfluss. Neuffen zögerte nicht und nutzte diese Momente um die nötigen Punkte zu erspielen die ihnen einen Satzgewinn mit 20:25 einbrachten. Ein Wechsel im Zuspiel und Mittelblock sollte frischen Wind bringen und zusätzlich die höchstmögliche Mauer im Block bilden. Eine anfangs gute Taktik, welche jedoch schnell ins Muster des ersten Satzes verfiel. Zwar verringerten sich die Aufschlagfehler, doch die Sicherheitsaufschläge die diese ersetzten wurden von der ohnehin soliden Neuffener Annahme ohne Probleme zum Gegenangriff verwandelt. Gefangen im Neuffener Spielfluss häuften sich die Eigenfehler nun auch in der Annahme und, trotz des starken SG-Blockspiels, in der Abwehr. Wie bereits zuvor ging auch der zweite Satz mit 20:25 an die Gäste. Konnten die Gastgeber in den ersten Sätzen zwar noch physisch Gegenwehr bieten, so war der dritte Satz Beweis, dass Volleyball auch Kopfsache ist. Demotiviert durch zwei verlorene Sätze verschob die ansonsten gute Abwehr der SG zu viele Bälle um vernünftige Angriffe oder einen Spielfluss aufzubauen. Somit ging auch der dritte Satz verdient an die annahme- und angriffsstarken Neuffener.

Mit drei von sechs Punkten konnte dennoch eine positive Bilanz gezogen werden, da auch ohne den Kopf der Mannschaft Martin Zimmermann zwei, trotz Allem, solide Spiele gespielt wurden. Was ohne die Aufschlagfehler in den Schlüsselmomenten gegen den Titelfavorit passiert wäre steht in den Sternen, doch die Jungs der SG4 werden dieses Gefühl auf jeden Fall ins nächste Spiel gegen die SG Volley Alb II mitnehmen.

Es spielten: Max Klein, Tilo Turian, Patrick Mercz, Teodor Zahariev, Alex Häberle, Sergej Schneidmiller, Andreas Bandle, Moritz Weiss, Cedric Böhm, Sebastian Späth, Fabian Gärtner