I want to Tie-Break

TSV Leinfelden - SG Volley Neckar-Teck III 2:3 (25:23; 25:23; 21:25; 17:25; 9:15)

von Sebastian Klimpel

Schlag auf Schlag geht es in der Bezirksliga Ost: Nach dem Doppelerfolg der SG Volley Neckar-Teck III beim Heimspieltag die Woche zuvor, standesgemäß jeweils im Tie-Break, kam es am Sonntag zum Duell mit dem langjährigen Lokalrivalen aus Leinfelden. Den mitgereisten Ultras war von Beginn an klar: Unter 5 Sätzen würden es die Jungs auch heute nicht machen.

Der TSV Leinfelden hatte 2019 den Aufstieg als Nachrücker geschafft, sodass erstmals in dieser Saison die SG III wohl als Favorit in einen Spieltag ging. Sonnenklar, dass diese das nicht als Stärkung verstand, sondern als Bürde, so starteten die Mannen um Kapitän Mülherr nervös und fahrig, waren in vielen Belangen zu ungenau und unkonzentriert. In der Theorie hatte sich die Start-Sechs schon freitags im Beurener Besen durch die dortigen Leistungsträger ergeben, Trainer Kirnberger traute sich dann aber doch nicht mit zwei Zuspielern + Libero zu beginnen. Entsprechend früh musste er reagieren und seinen Fehler korrigieren, wechselte dann enttäuschender Weise aber nur Zuspieler gegen Zuspieler und Mitte gegen Mitte. Trotz der absolut folgerichtigen Wechsel ging der lange ausgeglichene Satz gegen verletzungsgeschwächte Leinfeldenern aber schlussendlich an die Gastgeber.

Und auch im zweiten Satz keine Besserung: Zwar schafften es die SG’ler nach katastrophalen Beginn nochmal aufzuschließen, konnten die Wende aber nicht mehr rechtzeitig einleiten und verloren auch diesen Satz mit 23:25.  Erst im dritten Satz konnte das Team vom Neckar endlich von Beginn an Schritt halten, insbesondere die Leistungssteigerung von Röcker und gefährliche Außenangriffe über Kubin hielten die SG im Spiel. Der Rückwechsel auf der Zuspielposition mit nun wieder Knecht – der schon freitags den längeren Atem gehabt hatte - auf dem Feld brachte ein wenig Ruhe und eine klarere Linie im Angriff, sodass schlussendlich zum 1:2 im Satzverhältnis aufgeschlossen werden konnte. Auch der die Woche zuvor noch auf der Bank platznehmende Marold gab nach ein wenig Eingewöhnungszeit sein Bewerbungsschreiben ab, starke Außenangriffe und präzise Aufschläge auf die wackliger werdende Leinfeldener Annahme führten zum abermaligen Satzerfolg zum 2:2.

Business as usual - die Tie-Break erprobte SG III konnte sich dann in eben diesem schnell absetzen, fand vielleicht auch das zuvor verloren gegangen Glück wieder und konnte das Spiel einigermaßen souverän mit 15:9 beenden. Sicherlich kein Spiel für die TG-Chronik, aber mit starker Moral. Weiter geht es am kommenden Samstag im direkten Duell (!) um Tabellenplatz zwei (!) beim SC Weiler, diesmal wohl eher wieder in der behaglichen Außenseiterrolle.
Wir werden alles daransetzen, eventuell Zuschauer zu enttäuschen.
Und mit einem glatten 3:0 nach Hause zu gehen. :)

Es spielten: Bahsitta, Epp, Ho, Kirnberger, Klimpel, Knecht, Kubin, Marold, Mülherr, Puschmann, Röcker