SG Volley Neckar-Teck III verpasst Minimalziel Relegation in Debütsaison

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Nach Abpfiff im letzten Saisonspiel 2018/2019 wussten viele Herren zunächst nicht, wohin mit ihren Emotionen. Als Debütant in der Bezirksliga Ost wollte man zumindest den direkten Abstieg verhindern, als Minimalziel die Relegation erreichen. Die Relegation verpasste man im Endeffekt knapp um einen Tabellenplatz. Die gute Nachricht an der Stelle: Die Aufstiegsrelegation in die Landesliga, nicht die Abstiegsrelegation!

von Sebastian Klimpel

Aber von vorn: Nachdem am vorletzten Spieltag mit Siegen gegen Weiler und Tabellenzweiten Ellwangen bereits der Klassenerhalt feststand und sich die SG II den Titel vorzeitig gesichert hatte, war beim gemeinsamen Auswärtsspiel bei der TSG Eislingen 2 alles bereitet für die große Feierei.

Haupt-Blockspieler Knecht ließ sich am letzten Spieltag von Klimpel vertreten, mit Fischer, Engelmann und Schmidt fehlten weitere Optionen, während Erfolgstrainer Bahsitta einmal mehr das Spieltages-Coaching übernahm.

Sicherlich hatten sich die Gastgeber aus Eislingen gegen Meister SG II nicht viel ausgerechnet, viel mehr zeigten sie dann von der ersten Sekunde an gegen die SG III ein ganz anderes Gesicht: Schnelle Mittelangriffe stellten die Gäste immer wieder vor Probleme, während diese ihrerseits zwar mithalten, doch wenig Akzente setzen konnten. Eine wichtige Aufschlagserie von Kubin gegen Mitte des Satzes verschaffte den dritten Herren aber Selbstbewusstsein, so dass diese sich gegen Ende entscheidend absetzen konnten: 25:23; 1:0 für die SG III!

Doch auch im letzten Saisonspiel wurde mal wieder klar, dass die Neckar-Teckler sich in der Bezirksliga keine Nachlässigkeiten leisten dürfen: Viele Eigenfehler, Unkonzentriertheiten und seltsam harmlose Aufschläge gaben den sowieso entschlossenen Eislingern Aufwind. Trainer Bahsitta versucht zu reagieren und Impulse zu setzen, brachte Puschmann und Epp, doch bis die SG III wieder Fahrt aufgenommen hatte, war es schon lange zu spät: 15:25.

Viel Zeit zum Grübeln blieb glücklicherweise nicht, sobald sich die ersten fünf Spieler und dann irgendwann auch Marold auf dem Feld wieder eingefunden hatten waren die Gäste gefordert und reagierten in imponierender Manier: Wo zuvor viele unglückliche Fehler begangen wurden, kämpften jetzt alle Sechs um jeden Ball und schafften es sich zu Beginn abzusetzen, was der Nervosität aber irgendwie keinen Abbruch zu tun schien. Gegen Mitte des Satzes verlor man plötzlich den Faden, sah sich einem fünf Punkte Rückstand ausgesetzt. Doch Herz, eine lautstarke Bank und endlich auch gute Blockarbeit brachten die SG III zurück ins Spiel, noch mehr, sogar den Satzerfolg, 25:23.

Match-Satz!

Und nun ließ es sich keiner mehr nehmen wollen. Alles was zuvor gefehlt hatte war da, druckvolle Aufschläge, Cleverness im Angriff und eine beherzte Feldabwehr rückten den Spielerfolg immer näher, bei den Gastgebern lief dagegen immer weniger zusammen.

25:18, Satz, Sieg. Und die, die tatsächlich nicht wussten wohin mit ihren Gefühlen, die wurden von den anderen einfach mitgerissen im Kreis.

Mit den Punkten 17, 18 und 19 distanzierte man sich nicht nur von der Abstiegszone, plötzlich stand da eine „3“ vor „SG Volley Neckar-Teck III“ in der Tabelle. Aber irgendwie auch konsequent, bei dem Namen.

Wenn man die Augen beim Blick auf die Tabelle ein wenig zusammenkneift, sieht es nun fast wie eine SG-Doppelspitze aus. Auch wenn wohl allen klar ist, dass diese Konstellation auch der extremen Ausgeglichenheit der Liga geschuldet ist, bietet sich das Abschlussbild doch für die Wohnzimmerwand an.

Glückwunsch an dieser Stelle auch an unsere großen Vorbilder der SG Volley Neckar-Teck II, die in Rekordzeit nicht nur die Bezirksliga Ost abgeschossen haben, sondern dann auch sich selbst. Rockt die Landesliga!

Unser großer Dank geht an dieser Stelle an alle Helfer, Zuschauer und Daumendrücker. Wir zählen schon die Tage!

Für die SG III: Bahsitta, Epp, Ho, Kirnberger, Klimpel, Kubin, Marold, Mülherr, Puschmann, Röcker