Die SG Volley Nürtingen/Wernau behält die Oberhand

von Ulla Zimmermann

Gewarnt war die SG Nürtingen/Wernau 1 vor dem Spiel gegen den Tabellensechsten der TSG Eislingen. Im Hinspiel präsentierte sich der Bezirksligaaufsteiger als sehr kampf- und unerwartet aufschlagsstark. Denkbar knapp konnte die SG das Spiel in heimischer Halle erst im Tiebreak für sich entscheiden.

Die SG reiste unter erschwerten Bedingungen an. Gleich auf drei Spielerinnen musste Trainer Single verzichten. Ein regulärer Trainingsbetrieb war in den letzten beiden Wochen auf Grund von Urlauben und Krankheiten kaum möglich. Trotzdem wollte die SG beweisen, dass sie zurecht als Favorit in diese Partie geht und auch in veränderter Konstellation überzeugen kann.

Das gelang zu Beginn leider nicht. Eine schwache Leistung vor allem in den hinteren Reihen brachte die Gastgeber schnell in Front. Zuspielerin Fenna Renz konnte ihre Angreifer kaum bedienen. Eine Aufschlagserie von Chiara Ernst brachte die SG zwar wieder in Reichweite, dennoch konnte man den Rückstand nicht egalisieren und hatte gegen die Angriffe der TSG oft das Nachsehen. Die frühe Einwechslung von Neu-Libera Laura Bast brachte die schon nicht mehr erhoffte Wende. Die SG agierte nun sehr viel stabiler aus der Annahme heraus, sodass die Angreifer den Druck deutlich erhöhen konnten. Die eingewechselte Sabine Bauer stellte erneut ihre große Flexibilität unter Beweis und punktete für die SG diesmal von der Außenposition. Nach 13:19 stand es plötzlich nur noch 20:21. Mit einer äußerst starken Willensleistung gewann die SG diesen bereits verloren geglaubten Satz noch mit 27:25.

Diesen Aufwind nahm die SG mit in den zweiten Satz und dominierte das Geschehn nun in allen Bereichen. Verdient entschied die Mannschaft diesen Durchgang deutlich mit 25:14 für sich.

Der dritte Satz ist bekanntlich immer der Schwerste, mahnte auch Trainer Single. Trotzdem brach die SG wie schon oft in dieser Saison ein. Viel zu viele Aufschlagfehler und mangelnde Aggressivität im Block bescherten den Filsstädterinnen den am Ende auch verdienten Satzgewinn (22:25).

Vor dem vierten Satz rauften sich alle Spielerinnen noch einmal zusammen und waren sich einig, im engen Aufstiegskampf mit Baustetten keine Punkte herschenken zu wollen. Aufschlagserien gleich zu Beginn von Renz, Außenangreiferin Ulla Zimmermann und Mittelblockerin Nicole Guilliard legten schnell den Grundstein zur deutlichen 13:5- Führung. Nadine Gere konnte nun im Block überzeugen und Cara Dolde, die einen Sahnetag erwischte, punktete nach Belieben von der Diagonalposition.

Komplett zufrieden kann das Team mit diesem Auftritt nicht sein, dennoch steht die Erleichterung über den eingefahrenen Sieg und die drei wichtigen Punkte auf der Haben-Seite im Vordergrund.

Auch der direkte Verfolger VC Baustetten gab sich am Wochenende keine Blöße.

Damit kommt es in zwei Wochen in eigener Halle zum Showdown mit dem Konkurrenten um den Aufstieg. Die SG hat hier einiges wieder gut zu machen. In der Hinrunde musste sie sich in zwar eng umkämpften Sätzen letztendlich doch deutlich mit 3:0 geschlagen geben.

Die erste Partie bestreitet die SGNW gegen den TSV Eningen. Beginn ist um 15.30 Uhr in der Sporthalle des Hölderlin-Gymnasiums.

Sollte die SG beide Spiele deutlich gewinnen, kann sogar der vorzeitige Aufstieg perfekt gemacht werden.

 

Es spielten: Bast, Bauer, Dolde, Ernst, Gere, Guilliard, Mosantu. Renz, Zimmermann